Der Hovawart

Typisches Merkmal des Hovawarts sind seine Selbstständigkeit und sein Selbstbewusstsein gegenüber Hunden und Menschen. Bedingungslosen Gehorsam, wird man beim Hovawart kaum finden. Auf einen kurzen Nenner gebracht, könnte der Hovawart folgende Wesenszüge haben:

H       wie    herzlich
O       wie    orginell
V       wie    verlässlich
      wie    ausgeglichen
     wie    wachsam
      wie    arbeitsfreudig
R       wie    rudeltreu
T       wie    temperamentvol

Der Hovawart möchte beschäftigt werden, am besten täglich, sonst kann es leicht passieren, dass er sich seine „Aufgaben“ selbst sucht. Geeignet ist er für fast alle sportlichen Unternehmungen, egal ob zum Beispiel Joggen, Schwimmen, Schneeschuhwandern, …. Er ist auch gut geeignet als Fährten- oder Rettungshund und wird auch als Therapiehund eingesetzt.

Ursprung & Geschichte

Bereits im frühen Mittelalter wurden die Hunde der Bauern als Hovawart bezeichnet, damals natürlich in unterschiedlichsten Schreibweisen (Mittelhochdeutsch: hova = der Hof und wart = der Wächter, also der Hofwächter). Erste Erwähnungen gab es z.B. im Sachsenspiegel und Schwabenspiegel.

Nach dem Mittelalter sank jedoch das Interesse an diesem Hund und neuere Rassen, wie der Deutsche Schäferhund, ersetzten den Hovawart als Hofhund und Gebrauchshund. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war er fast verschwunden.

Hovawarte mit fehlender, nachlässiger oder falscher Erziehung neigen dazu, außerordentlich dominant zu sein, denn sie sind sozial hochintelligent und reagieren dementsprechend empfindsam auf Fehler in der Haltung und Erziehung. Allgemein benötigen Hovawarte viel Auslauf und aufgrund ihres häufig sehr ausgeprägten Selbstbewusstseins auch einen Halter mit Durchsetzungsvermögen und Erfahrung; Anfänger sollten sich ausreichend informieren bevor sie sich einen Hovawart anschaffen.

Beschreibung

Allgemein:
Der Hovawart wird als mittelgroßer Hund mit einem ästhetisch beeindruckenden Aussehen bezeichnet.

Körper:
Der Körper sollte kraftvoll und gestreckt sein, mit einem ausgreifenden Gangwerk.

Kopf:
Der Hovawart sollte einen kräftigen Kopf haben, der eine breite und gewölbte Stirn, sowie Hängeohren aufweist.
Der Kopf von Hündinnen ist schlanker.
Die Augen sind braun.

Größe:
Die Hündin erreicht beim Hovawart eine Widerristhöhe von bis zu 65 cm, die Rüden dagegen bis 70 cm.

Haarkleid:
Das Fell dieses Hundes ist lang und leicht wellig.

Farbgebung:
Der Hovawart wird in drei Farbvarianten gezüchtet:

  • Schwarzmarken
  • Blond
  • Schwarz

Die 10 Bitten eines Hundes an den Menschen

  1. Mein Leben dauert 10 – 15 Jahre. Jede Trennung von dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, ehe du mich anschaffst!
  2. Gib mir Zeit zu verstehen, was du von mir verlangst!
  3. Pflanze Vertrauen in mich – ich lebe davon!
  4. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein. Du hast deine Arbeit, deine Freunde. Ich habe nur dich!
  5. Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.
  6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird – ich vergesse nie!
  7. Bedenke, ehe du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen deiner Hand zerquetschen könnten, dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache!
  8. Ehe du mich bei der Arbeit „unwillig“ schimpfst, „bockig oder faul“, bedenke: vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder habe ein verbrauchtes Herz.
  9. Kümmere dich um mich, wenn ich alt werde – auch du wirst einmal alt sein.
  10. Geh jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: „Ich kann so etwas nicht sehen“ oder „Es soll in meiner Abwesenheit geschehen“.

Alles ist leichter für mich mit dir!

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