Bekämpfung der Hüftgelenksdysplasie

Das gesamte Zuchtgeschehen wurde durch den Beginn der konsequenten Bekämpfung der Hüftgelenksdysplasie (HD)- im RZV 1965 und in der damaligen DDR 1968 – stark beeinflusst.

Sehr viel früher als andere Zuchtvereine sprach der Verein Zuchtverbote aus, die auch Hunde mit leichter HD betrafen und schließlich sogar für Hunde Geltung hatten, in deren Nachzucht oder Verwandschaft überdurchschnittlich viele HD-kranke Tiere auftraten.

Diese rigiden Zuchtvorschriften trafen manchen Züchter hart, doch die Gesundheit unserer Hovawarte hatte auch für sie Priorität, und sie trugen diese Einschnitte mit.

Diese züchterischen Maßnahmen zeigten Erfolg: im Vergleich mit anderen großen Hunderassen ist die HD-Statistik sehr positiv; vor allem der Anteil an schwerer und mittlerer HD liegt äußerst niedrig.

Seit einiger Zeit setzt der RZV eine computer-unterstützte Zuchtwertschätzung ein, mit deren Hilfe Zuchtleiter und Zuchtwarte Chanchen und Risiken geplanter Verpaarungen noch besser einschätzen können.

Haltung und Pflege

Der Hovawart ist ein pflegeleichter Hund. Abgesehen vom Fellwechsel muss er durchaus nicht jeden Tag gebürstet werden, weil sein Fell wegen des geringen Anteils an Unterwolle nicht zum Verfilzen neigt.

Ansprüche stellt er allerdings an die Bewegung und die Beschäftigung, die man ihm verschafft: täglich mindestens eine Stunde zusammenhängender Lauf, dazu drei bis vier „Entsorgungsrunden“.

Radfahren oder Joggen ist eine tolle Sache für Mensch und Hund.

Besonders wichtig ist das tägliche Spielen mit dem Hund, wobei sich wunderbar die Beziehung zu ihm aufbauen lässt . Ihn einfach nur im Garten laufen zu lassen, ist für einen so arbeitsfreudigen Hund viel zu wenig.

Eberhard Trumler, der sich intensiv mit der Verhaltensforschung für Hunde befasst hat, stellte fest: „Ein Hund, der nicht arbeiten darf, stumpft ab, verkümmert seelisch und ist eine bedauernswerte Kreatur“.

Der Hovawart ist ein Familienhund. Er entwickelt eine starke Bindung an sein „Rudel“ und muss am Familienleben teilnehmen können. Wenn er von Anfang an gut in die Familie integriert wird, erträgt er aber auch eine gelegentliche ( d.h. stundenweise) Zwingerhaltung.

Der Hovawart bringt grundsätzlich eine große Toleranz Kindern gegenüber mit. Allerdings hängt sein Verhalten immer davon ab, welche Erfahrungen er mit Kindern hat und wie er erzogen ist.

Auf der anderen Seite müssen auch Kinder den Umgang mit Hunden erlernen. Sie müssen auf die besondere Wahrnehmungsweise des Hundes und seine Reaktionen auf ihr Verhalten hingewiesen werden. Es ist immer davon abzuraten, – auch wenn der Hund noch so „kinderlieb“ ist – , Kinder und Hunde ohne Aufsicht alleine zu lassen. Was der Hund als eine ganz normale, von ihm nicht böse gemeinte „Konfliktregelung“ ansieht, kann für das Kind unangenehme Folgen haben. Dies gilt für alle Hunde, ob groß oder klein.

Wenn man diese Grundsätze beachtet, werden Kinder und ihr Hovawart ganz sicher gute Freunde werden.

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