Ausbildung / Fährtenarbeit

Grundlagen und Prinzip

Der Hund als Nasenspezialist wurde schon früh von den Menschen zur Suche eingesetzt. Die Anzahl der Riechzellen ist um ein Vielfaches höher als beim Menschen (Näheres s. Haushund, Geruchssinn).

Es gibt in Bezug auf die Aufnahme einer Spur zwei unterschiedliche Ausbildungen:

  • Mantrailing – hier nimmt der Hund die tatsächliche Geruchsspur des Menschen auf.
  • Fährtenarbeit funktioniert über die Düfte der mechanischen Bodenverletzung.

Während die beim Mantrailing verfolgte Duftspur vom Wind abgedriftet wird und so neben der mechanischen Spur liegt, folgt der Hund bei der Fährtenarbeit dem Geruch der mechanischen Spur. Das Geruchsbild entsteht hier durch:

  • beschädigte Erdoberfläche
  • zertretene Pflanzen
  • Kleinstlebewesen

Für polizeilich geführte Fährtenhunde bildet der Individualgeruch des „Fährtenlegers“ (im Einsatzfall des Täters) den Leitgeruch, also den Geruch, der die Suchrichtung bestimmt. Dabei orientiert der Hund sich an einem komplexen Duftbild, das auch das Geruchsbild der mechanischen Spur beinhaltet.

Im Gegensatz zur Duftspur, die unter guten Bedingungen Wochen erhalten bleiben kann und wirklich dem Individuum zugeordnet werden kann, lässt sich die mechanische Spur oft nur für relativ kurze Zeit (einige Stunden) verfolgen. Kreuzende andere Spuren können zur Irritation führen, da sie aus den gleichen Duftkomponenten bestehen. Schon ein Regenschauer kann dazu führen, dass die Spur nicht aufgenommen und verfolgt werden kann.

Fährtenarbeit wird hauptsächlich als Sport betrieben. Bei der Suche nach vermissten Personen ist sie meist untauglich. Hunde folgen von ihrer Natur her eher der Duftspur und müssen für die Fährtenarbeit gezielt ausgebildet werden.